★ Turri's Review: TERRARIA


Wer bei Terraria an einen lahmen Minecraft-Klon denkt, der hat sich getäuscht. Denn das Sandbox-Spiel wirkt anfangs wirklich wie eine lahme Kopie. Aber "schnell" stellt sich heraus, dass es sich hier um einen gelungenen Rollenspiel-Adventure-Mix handelt. In Terraria gibt es Spezial Waffen, viele verschiedene Rüstungen und fiese Zombies und jede Menge andere Gegner, die nur darauf warten, dass ihr eure Waffen an ihnen testet. Und von dieser Masse an Gegnern und Items kann ein Minecraft-Spieler nur träumen...


Terraria & Minecraft: Ein Vergleich.
Terraria wird in der "2D Perspektive" gespielt und ist meiner Meinung nach vor allem für die Spieler sehr interessant, die gerne in Höhlen gehen und ihre Schätzchen finden wollen. ;) Verglichen mit Minecraft gibt es hier nämlich ein wesentlich interessanteres Waffenarsenal (darunter auch Lichtschwerter, Ninjasterne oder Schusswaffen), viel mehr Schatztruhen mit besonderen Items, wie z.B. Wolkenschuhe die euch einen Doppelsprung machen lassen. Auch die Gegner sind deutlich abwechslungsreicher und verlangen auch mehr von euch ab. So trefft ihr im Laufe des Spiels auf Schleimmonster, Skelette, Kobolde, Dämonenaugen oder auch gigantische Würmer. Getoppt wird das Ganze von Bossgegnern wie das Auge des Cthulhu, Skeletron oder Weltenfresser, welche natürlich auch eine besonders große Belohnung mit sich bringen. Die Welten von Terraria sind zwar um einiges kleiner als bei Minecraft bieten jedoch mehr Content. Vor allem was die Tiefe betrifft, ist das Spiel deutlich abwechslungreicher, weil es eben auch viel mehr darauf ausgelegt ist, diese zu erforschen. Ganz unten gibt es sogar eine Höllenwelt, Wo ihr Höllenwesen besiegen müsst oder aber auch seltene Rohstoffe finden könnt. Außerdem gibt es neben einem Wald-Setting auch noch Dschungel-, Wüsten-, Himmel-, Untergrund- oder auch Meteoriten-Abschnitte. Ihr seht also, auf Abwechslungsreichtum haben die Entwickler sehr viel Wert gelegt.


Terraria ist auch bei weitem nicht so frustrierend wie Minecraft. Während man bei einem Ableben in Minecraft die gesamte Ausrüstung verliert, bleibt sie bei Terraria immer erhalten, der Spieler verliert lediglich ein wenig Geld. Dazu kommt, das die Charaktere nicht Orts- oder Servergebunden sind, sondern fest mit dem erstellten Chrarakter verknüpft. Man kann also sein ganzes Zeug immer mit sich herumschleppen, egal wo man sich grade befindet! Beim crafting sieht es hier so aus: Man merkt sich die Anzahl der Zutaten, nicht aber die Aufteilung - wesentlich einfacher als die Anordnungs-Geschichte in Minecraft. Neben bekannten Objekten wie Betten, Werkbanken oder Ofen gibt es zum Beispiel Ambosse, einen Alchemietisch oder einen Tiefenmeter. Ein weiterer Vorteil gegenüber Minecraft: Die Werkzeuge nutzen sich nicht ab, bleiben daher immer in eurem Inventar.

Besonderheiten des Spiels:
Was mir besonders gut an Terraria gefallen hat, ist die Tatsache, dass im Laufe des Spiels immer weitere Bewohner in euer Dorf bzw. eure Haus einziehen. Wenn ihr ein Zimmer vollständig ausgestattet habt und zudem bestimmte Bedingungen erfüllt, weden bei euch, zum Beispiel eine Krankenschwester, ein Händler oder auch ein Waffenhändler einziehen. Die Vorteile sind klar. Die Krankenschwester heilt euch, der Händler verkauft euch interessante Kleinigkeiten, während der Waffenhändler z.B. die Munition eurer Pistole aufstockt oder euch auch neue, abgefahrene Waffen verkauft. Man kann gefundene Mineralien (oder auch alle anderen Dinge) sogar bei den Händlern verkaufen, ein sehr gelungener Einfall.

Terraria Online:
Terraria setzt natürlich auch besonders auf einen sehr spaßigen Online-Modus. Hier kann man gemeinsam bauen, Höhlen durchforsten oder auf Monsterjagd gehen. Das beste: Jeder Charakter deiner Freunde wird anders aussehen, sich anders verhalten, andere Waffen besitzen, und und und! Auf Wunsch kann sogar ein PVP-Modus aktiviert werden und auch Teams können per Knopfdruck eingeteilt werden. Alleine spielen macht Sinn, wenn man viele Items benötigt um sein haus in der Multiplayerwelt besonders hübsch auszustatten. Oder man fragt den Admin seines Vertrauens! ;)

Optik:
Terraria wird, wie zu Beginn bereits erwähnt, aus einer 2D-Sicht gespielt. Das Spiel kommt mit einer sehr bunten 16-Bit Optik daher, die an alte SNES-Spiele erinnert. Spieler, die viel Wert auf eine gute Grafik legen, werden hier nicht sehr glücklich werden, wenn es aber auch mal etwas minimalistischer sein darf, dann wird euch Terraria mehr als zufrieden stellen. Zumal diese Optik auch jede Menge Charme besitzt, mir persönlich sogar sehr gut gefällt. Gleiches gilt für die musikalische Untermalung die aber ruhig etwas abwechslungsreicher sein könnte. Zum Spiel empfehle ich daher gerne, den Sound (Music) abzudrehen, und zB.: SlayRadio aufzudrehen, um das maximale Retro-Feeling zu erhalten!

 Fazit:
Insgesamt ist Terraria ein genialer Titel der für Zwischendurch oder auch eine ganze Nacht fesseln kann! Terraria trozt nur so von endlosen Möglichkeiten, ob man in die Hölle geht um sich seltene Rohstoffe zu besorgen oder in gefährliche Untergründe geht um sich nach Truhen umzusehen. Da ist wirklich für jeden was dabei. Ein tolles Spiel, was in diesem Bereich seinesgleichen sucht: Nicht einmal Minecraft ist hier erfolgreich.

Empfehlung:
85%

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