Mein Ausflug in den grausamen Abort der Nacht!

Ich muss zugeben:
Sie hat mich in Ihren Bann gezogen, wie einen knusprig gebratenen Broiler einen ausgehungerten Westkostverächter von der Küste vom Osten. Die Frau, deren Name so anmutig klingt wie das Schnurren eines Chrysler  68er Newport 440. Ich wage zu wagen, was gewagt werden muss: Aber irgendetwas verhindert den Kuss, auf den ich so lange vergeblich gehofft hatte, wie ein ausgeblichener Cruiser auf einen Satz Winterreifen.

War das alles? Wirklich alles?!!


Was sollte mich nun noch erwarten, in einer Stadt die so aufregend ist, wie splitternackt in rosa Pantoffeln auf der Spitze des Empire State Buildings den ehrlichen, erhabenen und ausgezeichneten Song an Goethe zu pfeifen? Die Nacht ist feucht-fröhlich wie der Ausflug einer Piratenbande. Ich suche dringend nach einem Ort an dem man dem Druck seiner penetranten Blase im Handumdrehen den Gar ausmacht!

Und da...:
Da sitzt Sie...

Die Toilettenfrau!

Die strenge Hüterin der bunt-besprenkelten Keramik. Ihre Haut, konserviert vom feuchtem Odem der zum ewigen Schlucken verdammter Schüsseln. Ihr Haar gebleicht von modrigen Dünsten, die sich wie Phantome drehen - und sich in jeder Faser Ihres Kittels wie unliebsames Ungeziefer festsetzen.

"Haaam Sie's klein?" - fragte Sie mich. "Sehe ich aus als müsste ich groß"? - antwortete Ich! Ich warf einen Cent in den schneeweißen Suppenteller, der auf der verranzten Anrichte stand.  Daraufhin befreite ich den faltigen Wurm aus seinem dunklen Verlies aus Stoff und altem Schweiß - Ich muss Ihn ausrichten - wie den Lauf einer versilberten Winchester. Sonst verfehlt der goldgelbe Strahl das Becken wie ein blinder Köter seinen Fressnapf.

"Verdammt - ich sehe nichts"
fluchte ich, während mir mein überdimensional-männliches Kinn mir die Sicht auf die Szenerie versperrte. Ein kristallroter Strahl eiteriger, zäher Flüssigkeit schoss unkontrolliert aus meinem  pferdepeitschenartigem Phallus, direkt an das Bein eines daneben stehendem Fremden.
"Heee da! - das geht auch anders"!! rief er aus voller Lunge.
"Man..."!

Schimpfend wandelte er aus der Latrine, während ich mir die beschmutzten Hände wusch.
"So ein vermaledeiter Spießer" dachte ich mehr laut als leise...

Ich ging die Treppe auf die Gasse, stieg auf meinen Feuerstuhl und fuhr gen Norden und dachte:
"Wieso friere Ich, wie der rasierte deutsche Schäferhund in meinem Eisfach"?! - "Warum kostet heutzutage Pinkeln so viel wie ein Reihenhaus aus Schlangenleder mit Türen aus Gold und Fenstern aus Diamanten"?! - "Und weshalb suche ich immer noch nach dieser Frau, die einen Arsch hat, wie die dauergeile Ziege aus meiner Kindheit"?!!

Dies alles, all diese Gedanken durchströmt mich nach dem harnen wie ein bitterer Apparativ auf dem Silvesterball. Als ich daheim ankam, erwartete mich ein Canapé für 3 Personen, auf dem ich es mir alleine bequem machte. Ich war groggy - und hatte Flüssigkeit verloren. Schlaf war das beste, was mir jetzt passieren konnte.

Kommentare:

  1. Oh Gott, hab mich gerade gegruselt und danach herzlich gelacht =)

    LG Mila

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  2. Das ist erfahrungsgemäß meine normale Wirkung auf Frauen! X-D
    Freut mich, dass es Dir gefällt!

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  3. Ehmm.. Okay.. WTF... ich bin grad echt ziemlich verpeilt und belustigt ^^

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