Das "IKEA/Möbelhaus/Finke" Trauma...

Heute einmal was privates...
Es war einmal...

Ich war 6, oder 7?! Meine Familie und Ich sind in einem schon damals sehr großen Möbelhaus gewesen. Diese Zentren, in denen 200 Küchen, 300 Kinderzimmer und 500 Wohnzimmer zu finden sind. Immer wieder faszinieren mich diese riesigen Häuser. Naja - heutzutage nicht mehr so sehr, da ich mit 30 Jahren und 2 Metern genügend Orientierungssinn besitze.

Mit 6 sieht die Welt allerdings etwas anders aus:
Meine Mutter sagte mir immer: Bleib in Sichtweite, damit Du nicht verloren gehst. Ich hörte natürlich nicht darauf. Viel zu sehr interessierten mich all diese Fake-Papp-Bücher und Plastikfolien-Fernseher. Und erst diese Duschen, die nie funktionierten...

Plötzlich war es so weit: Ich war Alleine.
Angst machte sich breit - und  ich versuchte meine Mutter oder meinen Vater zu finden. Selbst von meiner Schwester war keine Spur zu sehen. Was war passiert?! Ich war allein., zwischen 300 Kinderzimmern, die ich nicht kannte. Panik begann aufzusteigen.

Nach 10 Minuten Kinderzimmern, kam ich in der Wohnzimmerabteilung an: All diese wunderbaren Massagesessel und Riesensofas wirkten nun sehr bedrohlich, als wollten sie mich fressen. Weitere zehn Minuten später dachte ich: "Du bist für immer verschollen - und irgendwann gegen Ladenschluss, wird dich eine wildfremde Familie min nach Hause nehmen. - wie ein Sofa. Oder ein Kühlschrank..."

Dann sah ich endlich einen rot gekleideten Menschen! Ein Ortskundiger! ein Guide in dieser wilden Fremde. Der Begleiter im Polsterland. Mein Retter!

Verheult und fast schon auf allen Vieren, ging ich dem gut gesonnenem Fremden entgegen. Kurz bevor ich ihn erreichte, über ein paar Buch-Fakes stolpernd, tippte mir jemand auf die Schulter: Es war mein Vater, der sagte: "Du solltest doch bei uns bleiben!?"

Nach diesem Erlebnis, hab ich mir nie wieder in die Hose geschissen.

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